Titel: Zur Verarbeitung von Kainit.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 20 (S. 82)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi01_20

Zur Verarbeitung von Kainit.

Nach G. Borsche in Leopoldshall bei Staſsfurt (D. R. P. Kl. 75 Nr. 10642 vom 4. November 1879) werden 1000 Th. roher Kainit mit Wasser von 30 bis 35° gelöst und die gesättigte Lösung mit 400 Th. Bittersalz einige Stunden durchgerührt, so daſs sich Kalimagnesiasalz abscheidet, welches nun in bekannter Weise auf schwefelsaures Kalium verarbeitet wird. Die Mutterlauge wird zur Salzhaut abgedampft und mit einer heiſsen Lösung von Chlormagnesium von 1,32 bis 1,33 Volumgewicht versetzt. Das sich ausscheidende Chlornatrium wird ausgeschöpft, die Lösung auf 1,33 Volumgewicht abgedampft; das ausgeschiedene schwefelsaure Magnesium wird auf Bittersalz verarbeitet, die Lauge scheidet beim Erkalten Carnallit aus (vgl. 1881 239 88).

R. Grüneberg in Altdamm (D. R. P. Kl. 75 Nr. 10754 vom 18. December 1879) behandelt den Kainit mit kalt gesättigter Schönitlösung oder mit Wasser. Die von dem ungelösten Schönit entfernte Lauge wird zur Gewinnung des gelösten Schönits als Chlorkalium zum Lösen von Carnallit verwendet.

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