Titel: Zur Bestimmung des Lithiums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 21 (S. 82–83)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi01_21
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Zur Bestimmung des Lithiums.

Zur Bestimmung des Lithiums neben groſsen Mengen von Kalium- und Natriumchlorid übergieſst W. F. Gintl (Berichte der österreichischen Gesellschaft für chemische Industrie, 1880 S. 106) das Gemenge der trockenen Alkalichloride mit der 4 bis 5 fachen Menge an concentrirter Salzsäure und erwärmt etwa 2 Stunden auf dem Wasserbade unter Ersatz der verdunsteten Säure. Sodann läſst er erkalten, decantirt die Lösung durch ein kleines Glaswollfilter, welches vorher wiederholt mit concentrirter Salzsäure gewaschen war, behandelt den Rückstand nochmals mit der 3 bis 4 fachen Menge concentrirter Salzsäure in der Wärme und wiederholt diese Operation nach Decantation der erkalteten Lösung noch ein drittes Mal, um endlich die ganze Salzmasse aufs Filter zu bringen und auf demselben mit Salzsäure so lange zu waschen, bis ein Tropfen der ablaufenden Lösung mit Hilfe des Spectralapparates kein Lithion mehr erkennen läſst. Die so erhaltene Lösung verdampft man in einer Platinschale auf dem Wasserbade bis auf 1/20 ihres ursprünglichen Volumens, setzt dann etwa die 3 fache Menge concentrirte Salzsäure zu und filtrirt von dem nun abermals ausgeschiedenen Salze (Chlornatrium und Chlorkalium), welches mit möglichst wenig Salzsäure am Glaswollfilter bis zum Verschwinden der Lithionreaction nachgewaschen wird, ab. Die erhaltene Lösung hinterläſst nach dem Verdampfen der Salzsäure einen Salzrückstand, welcher alles Lithion neben wenig Kalium und noch weniger Natrium enthält, in welchem das Lithion nunmehr leicht als Lithiumphosphat gefällt und als solches gewogen oder aber durch die nunmehr leicht ausführbare Trennung mittels Aetheralkohol als Lithiumchlorid bestimmt werden kann.

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