Titel: Kieselsäure aus Hochofenschlacken zum Reinigen von Oelen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 15 (S. 161–162)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi02_15

Kieselsäure aus Hochofenschlacken zum Reinigen von Oelen.

Nach dem Vorschlage von O. Sander in Beuel bei Bonn (D. R. P. Kl. 23 Nr. 11951 vom 3. April 1880) werden zerkleinerte Hochofenschlacken mit Schwefelsäure oder Salzsäure zersetzt, die abgeschiedene Kieselsäure wird sorgfältig gewaschen und getrocknet.

Dunkle Mineralöle oder Paraffinöle werden zunächst in bekannter Weise mit Natronlauge und Schwefelsäure behandelt. Nachdem das schwere Oel sich von der Säure gehörig abgesetzt hat, wird es in Kesseln unter Zusatz von Kieselsäure bis zum Eintreten der hellen Färbung erhitzt. Leichteren |162| Mineralölen kann die Kieselsäure nach der Säurebehandlung ohne Erhitzen zugesetzt werden. Die gröſste Wirksamkeit aber äuſsert die Kieselsäure, wenn das mit Säure behandelte Oel durch Schichten derselben filtrirt wird. Nur Spuren von Natron genügen., um das so in heller Farbe gewonnene Oel absolut frei von Säure zu machen. Beim Paraffin kann die Anwendung der Kieselsäure als eines vollständigen Ersatzes der Knochen- oder Blutkohle erfolgen, ohne daſs die Behandlung mit Säure vorausgegangen ist.

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