Titel: Zur Gewinnung von Schönit und Chlorkalium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 17 (S. 162)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi02_17

Zur Gewinnung von Schönit und Chlorkalium.

Um bei der Verarbeitung der Carnallite möglichst wenig Chlornatrium und schwefelsaure Magnesia in Lösung zu bringen, behandelt man dieselbe bekanntlich nicht mit reinem Wasser, sondern trägt dieselben unter Anwendung von Wärme in eine Lauge, welche erhebliche Mengen von Chlormagnesium enthält. Bei regelrechter Arbeit erhält man dann eine Lösung, welche concentrirter ist, als nöthig wäre, um einen starken Anschluſs zu geben. Oft ist diese Lösung auch so reich an Chlormagnesium, daſs ohne weitere Behandlung nicht Chlorkalium, sondern Carnallit auskrystallisiren würde. Um nun die Ausscheidung dieses Salzes zu umgehen, das Auskrystallisiren des mit in Lösung gegangenen Chlornatriums thunlichst zu verhindern und die Klärung der Lauge zu beschleunigen, setzt man den aus Carnallit gewonnenen Lösungen in den meisten Fällen Wasser je nach Bedarf hinzu. Bei dem neuen Verfahren von B. Bernhardi in Staſsfurt (D. R. P. Kl. 75 Nr. 12498 vom 13. April 1880) wird nun dieser Zusatz von Wasser ganz oder theilweise umgangen, indem man statt des Wassers Laugen hinzufügt, welche von der Fabrikation des Schönits aus Chlorkalium und schwefelsauer Magnesia, bezieh. von der Fabrikation des Kalisulfates aus Chlorkalium und schwefelsaurer Magnesia oder Schönit herrühren und welche sich sonst nur mit Schwierigkeiten verarbeiten lassen.

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