Titel: Zur Untersuchung von Mehl und Brod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 20 (S. 162–163)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi02_20
|163|

Zur Untersuchung von Mehl und Brod.

Ein unangenehm schmeckendes Brod hatte nach C. Bernbeck (Pharmaceutische Zeitung, 1880 Nr. 98) folgende Zusammensetzung:

Feuchtigkeit 42,8
Aschengehalt 0,632
Kochsalz 0,78
Dextrin 16,8
Glycose 4,2
Stärkmehl und Proteinkörper 34,788
––––––––
100,000.

Der süſsliche Geschmack des Brodes erklärt sich demnach aus dem auffallend hohen Gehalt an Glycose. Da auch das verwendete Mehl viel Dextrin und Glycose enthielt, so konnte hier keine Verfälschung mit Maismehl vorliegen, sondern diese unliebsame Erscheinung lediglich auf eine Art Mälzung des Getreides zurückgeführt werden, welche dasselbe durch das feuchte Wetter während der Ernte im Herbste 1880 erlitten hatte.

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