Titel: Zur Gewinnung von Cyanverbindungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 23 (S. 163–164)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi02_23

Zur Gewinnung von Cyanverbindungen.

Wenn man nach V. Adler in Wien (* D. R. P. Kl. 12 Nr. 12351 vom 11. März 1880) die Oxyde, Hydrate oder Carbonate der Alkalien oder des |164| Bariums und Strontiums mit Kohle in einer Stickstoffatmosphäre glüht, so werden diese völlig in Cyanide übergeführt, namentlich, wenn fein vertheiltes Eisen zugegen ist. Zu dem Zweck werden Holzkohle, Kokes, Sägespäne u. dgl. mit den entsprechenden Lösungen getränkt und erhitzt. Um das fein vertheilte Eisen zu erhalten, soll die Kohle mit einer Lösung von Eisensulfat oder Eisenchlorür getränkt, dann unter Ueberleiten von Wasserdampf geglüht werden. Für je 1 Aeq. Eisen sollen 3 Aeq. der Alkalien und alkalischen Erden verwendet werden. Um den erforderlichen Stickstoff darzustellen, soll man atmosphärische Luft oder Feuergase durch eine Lösung von Schwefelalkalien oder Schwefelbarium leiten.

Cyanverbindungen werden ferner erhalten durch Glühen der Sulfate oder Sulfide der Alkalien mit Kalk und Kohle im Stickstoff, oder mit Kohle, Kalk und Eisen oder Zink und Kupfer.

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