Titel: Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung von Chlorpikrin auf aromatische Amine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 24 (S. 164)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi02_24

Herstellung von Farbstoffen durch Einwirkung von Chlorpikrin auf aromatische Amine.

Nach M. Salzmann und F. Krüger in Fürstenberg a. O. (D. R. P. Kl. 22 Nr. 12096 vom 17. März 1880) werden 15 Th. Chlorpikrin mit 60 Th. Anilin, Toluidin, Xylidin oder einem Gemenge derselben auf 100 bis 210° erhitzt, bis eine herausgenommene Probe genügend Farbstoffbildung zeigt. Es entstehen so wasserlösliche rothe und spirituslösliche violette Farbstoffe, welche durch Auskochen der Schmelze mit Wasser getrennt werden. Die Lösung wird durch Kochsalz gefällt, der ungelöste Rückstand in bekannter Weise in Sulfosäuren verwandelt. Statt der Anilinöle kann man auch deren Salze mit Chlorpikrin behandeln, oder der Schmelze Metallchloride zusetzen. Erhitzt man ein Gemenge von 70 Th. Dimethylanilin, 20 Th. Benzaldehyd und 30 Th. Chlorpikrin, so bilden sich violette und grüne Farbstoffe, welche durch fractionirte Fällung in essigsaurer Lösung getrennt werden. Es lassen sich diese Verhältnisse in der mannigfaltigsten Weise abändern, ohne daſs dadurch die Farbstoffbildung gehindert wird.

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