Titel: Ueberziehen des Eisens mit Metallen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 9 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi03_9

Ueberziehen des Eisens mit Metallen.

Nach H. B. Jones, H. W. Shepard und R. Seamann in New-York (D. R. P. Kl. 7 Nr. 11801 vom 4. Mai 1880) werden die Eisenbleche zuerst von dem Hammerschlag und dem Schmutz in einem Bade von verdünnter Saure gereinigt, dann in Wasser gewaschen. Die Bleche werden nun in eine Lösung getaucht von 1 bis 2 Th. Methyl- oder Aethylaminchlorid, Chlorzink oder Chlorammonium in 100 Th. Wasser, welcher etwa 0,5 Th. der Oxyde des zum Ueberziehen zu verwendenden Metalles zugemischt ist. Nach 10 bis 15 Minuten werden sie in eine zweite Lösung gebracht, welche zu gleichen Theilen aus Wasser und aus Chlorverbindungen organischer oder metallischer Basen zusammengesetzt ist, deren Salze bei der Temperatur des Metallbades schmelzbar sind. Statt dieser Salze kann man auch eine Lösung anwenden von 455 Th. Wasser, 100 Th. Chlorammonium und 455 Th. Chlorzink, welche mit einer Schicht Naphtalinöl bedeckt ist. Die aus dieser Lösung herausgenommenen Bleche werden ungetrocknet in gewöhnlicher Weise in das Bad aus geschmolzenem Zink oder Zinklegirung getaucht, bis der gewünschte Ueberzug erreicht ist. Als Metallbad ist namentlich folgende Legirung zu empfehlen: Man schmilzt zunächst in einem groſsen Tiegel 84 bis 1688 Nickel, gibt 1,5 bis 3g geschmolzenes Blei hinzu und gieſst die flüssige Mischung in einen 47 bis 49k geschmolzenes Blei enthaltenden Tiegel, setzt 25 bis 38k Zink und schlieſslich 15k Zinn hinzu. Die so hergerichtete Legirung kann in Barren gegossen und bei Bedarf wieder geschmolzen oder auch sofort als Metallbad benutzt werden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: