Titel: Ueber Uranverbindungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 11 (S. 326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi04_11

Ueber Uranverbindungen.

Zur Herstellung der Alkaliuranate wurden von Cl. Zimmermann (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 440) 10g Uranylnitrat durch wiederholtes Abdampfen mit Chlorwasserstoffsäure in Uranylchlorid übergeführt, hierauf mit 4g Chlorkalium und 16g Salmiak gemengt und die erhaltene Lösung zur Trockene abgedampft. Nach dem Verflüchtigen des Salmiaks durch Erhitzen wurde die zurückbleibende Masse zuerst gelinde im Porzellantiegel, dann in einem Platingefäſse über der Gebläseflamme so stark geglüht, daſs das Salzgemenge unter lebhaftem Verdampfen von Kaliumchlorid schmolz. Die Schmelze war nach dem Erkalten dunkelbraun gefärbt und setzte beim Behandeln mit Wasser ein schweres, prächtig glänzendes Pulver ab, welches den Analysen nach ein Zwischenproduct zwischen den ursprünglichen Salzen und den sich später bildenden krystallisirten Uranaten war. Durch weiteres Erhitzen wurde die Masse orangegelb und lieſs nach dem Auswaschen mit kaltem Wasser das Kaliumuranat K2U2O7 als orangegelbes glänzendes Pulver zurück. In entsprechender Weise wurde das Natriumuranat Na2U2O7 und das Lithiumuranat Li2UO4, letzteres somit als normales Salz, als in Wasser unlösliche Verbindungen erhalten.

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