Titel: Zur Verwendung der Lupine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 15 (S. 327)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi04_15

Zur Verwendung der Lupine.

Nach gef. mitgetheilten neueren Versuchen von J. Kühn ist der die Lupinose oder Gelbsucht erzeugende Stoff, Ictrogen genannt, in Wasser löslich. Diese Löslichkeit des Ictrogens in Wasser erklärt den in der Praxis so häufig beobachteten eigenthümlichen Umstand, daſs die in kleinen Häufchen bis in den Winter hinein auf dem Felde liegenden Lupinen in der Regel keine Lupinose erzeugen, während gleichzeitig gemähte Lupinen desselben Feldes oft diese Krankheit hervorrufen, wenn sie trocken eingeheimst oder in gröſseren Feimen gut conservirt wurden. Bei den in kleinen Häufchen liegenden Lupinen wird das etwa gebildete Ictrogen durch den Regen ausgelaugt. Trocknes Erwärmen der Lupinen auf 100° oder Dämpfen auf 100 bis 105° genügt nicht zur Vernichtung der Ansteckungsfähigkeit; auch die Braunheubereitung (vgl. 1880 238 94) dürfte nicht völlig ausreichen. Lupinen, welche bei 1at Ueberdruck gedämpft werden, oder nach dem Einquellen gedämpft, dann mit Wasser ausgelaugt wurden, sind völlig unschädlich. Das Dämpfen bei 1at ist daher besonders empfehlenswertn.

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