Titel: Elektrische Uhr von J. Zimber in Furtwangen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 11 (S. 403)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi05_11

Elektrische Uhr von J. Zimber in Furtwangen.

In dieser Uhr (* D. R. P. Kl. 83 Nr. 12649 vom 4. Juli 1880) wird die Elektricität zum Aufziehen der Triebfeder benutzt. Dazu wirkt ein am unteren Ende des hängenden Ankerhebels des liegenden Elektromagnetes drehbar befestigter Sperrkegel auf ein Sperrrad auf der Federhauswelle, dreht dieses bei jeder Ankeranziehung um einen Zahn und spannt dadurch die Feder so viel, daſs die Uhr 10 Secunden im Gang erhalten wird; ein zweiter Sperrkegel verhütet die Rückwärtsdrehung des Sperrrades. Das Federhausrad greift in ein Trieb auf der Achse des Steigrades ein. Auf der Achse des Steigrades sitzt zugleich ein 6zähniges Rädchen, dessen Zähne der Reihe nach einen horizontalen Hebel abfallen lassen, so daſs derselbe eine horizontale Contactfeder auf eine Contactschraube herabdrückt und dadurch den elektrischen Strom durch den Elektromagnet schlieſst. Mittels eines zweiten Hebels können beim Ingangsetzen der Uhr die Stromschlieſsungen mit der Hand bewirkt werden.

In der Sitzung des Elektrotechnischen Vereines am 26. April d. J. (vgl. Elektrotechnische Zeitschrift, 1881 S. 157) wurde eine ähnliche Uhr vorgeführt, welche i. J. 1867 von der Commanditgesellschaft Telegraph verfertigt worden war und sich von der patentirten wesentlich nur dadurch unterscheidet, daſs die treibende Kraft von einem kleinen Kugelgewichte geliefert wird, das durch den elektrischen Strom alle 30 Secunden wieder gehoben wird. Die Anwendung eines Triebgewichtes hat Zimber auch in sein Patent aufgenommen. Den Anlaſs zur Vorführung jener Uhr hat die Einreichung der Beschreibung und Zeichnung einer ähnlichen durch eine Feder getriebenen elektrischen Uhr beim Elektrotechnischen Verein seitens des Mechanikers H. Förster in Posen gegeben.

E–e.

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