Titel: Verfahren zur Verarbeitung von Weiſsblechabfällen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 15 (S. 404–405)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi05_15

Verfahren zur Verarbeitung von Weiſsblechabfällen.

Nach A. Gutensohn in London (D. R. P. Kl. 7 Nr. 12883 vom 13. Juni 1880) wird das Weiſsblech zunächst in bekannter Weise mit Salzsäure behandelt, bis diese kein Zinn mehr auflöst. Aus dieser Chlorzinnlösung wird das Zinn nun in folgender Weise ausgeschieden: Man verbindet mit den Kohleelementen einer starken Bunsen'schen Batterie eine gewisse Menge Weiſsblechabfälle, welche in die vorhin erwähnte Chlorzinnlösung eintauchen, während der negative Pol in einer Kupferplatte endet, an welcher sich das Zinn metallisch ausscheidet, von den als positiven Pol eingetauchten Abfällen aber lost. Nach einiger Zeit wird die saure Flüssigkeit abdestillirt, um die freie Säure wieder zu gewinnen, die zurückbleibende Zinnchlorürlösung aber als erregende Flüssigkeit für die Bunsen'sche Batterie zu verwenden, wobei sich das metallische Zinn an dem eingetauchten Kohlencylinder abscheidet, während die Zinkplatten wie gewöhnlich in verdünnter Schwefelsäure stehen.

Nach einem anderen Vorschlage soll man zur Erzeugung der Elektricität Weiſsblechabfälle in starker Salzsäure verwenden, während in die durch |405| Thonzellen davon getrennte Schwefelsäure das Zink eintaucht. Das nach dem Lösen des Zinns zurückbleibende Eisen soll nochmals mit Schwefelsäure übergössen werden, um die anhaftende dünne Schicht der Eisen-Zinnlegirung zu lösen, aus welcher durch elektrischen Strom das metallische Zinn gefällt wird, während die zurückbleibende Eisenvitriollösung abgedampft werden kann.

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