Titel: Verfahren zur Umwandlung von gewöhnlichem Achat in Onyx.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 20 (S. 406)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi05_20

Verfahren zur Umwandlung von gewöhnlichem Achat in Onyx.

Nach A. Dreher in Obertiefenbach, Birkenfeld (D. R. P. Kl. 80 Nr. 12767 vom 28. März 1879) werden die aus Südbrasilien eingeführten Achate zunächst in Form von Vasen und ähnlichen Kunstgegenständen geschnitten. Die Gegenstände werden dann in Salpetersäure gelegt, um Eisen und sonstige Unreinlichkeiten zu entfernen, dann getrocknet und so lange gebrannt, bis jede Spur Salpetersäure entfernt ist, da sonst die später angewendeten Basen nicht eindringen können. Nun werden die Steine in eine Lösung von 200g Aetzkali in 1l Wasser gelegt, bis sie völlig davon durchdrungen sind, dann mit reinem Wasser abgewaschen. Sollen sie völlig milchweiſs werden, so behandelt man sie in gleicher Weise mit einer Lösung von 200g Aetznotron in 1l Wasser. Die mit Alkalien behandelten Gegenstände werden nun in kalte Salpetersäure gelegt, gut abgewaschen, langsam getrocknet und dann gebrannt. Die Gegenstände haben dann eine rein weiſse Farbe und sind die Poren des Steines so geöffnet, daſs die äuſsere Schicht jede beliebige Farbe annimmt, wenn sie nach dem Verfahren von Cullmann und Lorenz (1879 234 78) behandelt werden, während die innere Schicht blendend weiſs bleibt.

Nach einem anderen Vorschlage von A. Dreher (D. R. P. Kl. 80 Nr. 12787 vom 13. Juli 1879) werden die in besprochener Weise mit Alkalien und Salpetersäure behandelten und gebrannten Steine mittels Schablone oder durch die Hand mit beliebigen Verzierungen in Graphit oder gewöhnlichen Bleistift versehen und zwar so, daſs die gezeichneten Stellen die Abgrenzungslinien der Verzierungen bilden, zwischen denen mit einem Holzstäbchen Aetzkali oder Aetznatron aufgetragen wird. Sind dieselben genügend tief eingedrungen, so legt man die Steine in Salpetersäure, trocknet und brennt wie vorhin. Die um die Verzierung herumliegenden Theile können beliebig mit Farbstoff versehen werden; die mit Kali behandelten Verzierungen nehmen keine Farbe an.

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