Titel: Zur Kenntniſs der Eiweiſsstoffe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 17 (S. 471)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi06_17

Zur Kenntniſs der Eiweiſsstoffe.

G. Grübler (Journal für praktische Chemie, 1881 Bd. 23 S. 97) hat aus Kürbiskernen ein in regulären Octaedern krystallisirendes Eiweiſs erhalten, welches 10 Proc. Krystallwasser enthält. Die Eiweiſssubstanz hat je nach der Gewinnung aus verschiedenen Lösungen folgende Zusammensetzung:

Chlor-
natrium
Magnesium-
sulfat
Chlor-
ammonium
Kohlenstoff 53,21 53,29 53,55
Wasserstoff 7,22 6,99 7,31
Stickstoff 19,22 18,99 19,17
Schwefel 1,07 1,13 1,16
Sauerstoff 19,10 19,47 18,70
Asche 0,18 0,13 0,11
–––––––––––––––––––––––––––––––––––
100,00 100,00 100,00.

H. Ritthausen (Daselbst S. 481) hat krystallinisches Eiweiſs dargestellt aus Hanfkuchen, sowie aus den Preſsrückständen von Ricinus und Sesamsamen. Nach weiteren Untersuchungen von F. Schaffer (Daselbst, S. 302) gehört das Mikroprotein (vgl. 1880 235 246) zu den echten Eiweiſsstoffen. Spätere Forschungen müssen die Frage entscheiden, ob das Mikroprotein als solches in der Hefe und den Spaltpilzen enthalten ist, oder, was wahrscheinlicher, ähnlich wie das Syntonin, aus dem Myosin erst durch die Einwirkung der Säure auf einen in diesen Organismen enthaltenen genuinen Eiweiſskörper entstanden ist.

Nach N. Sieber (Daselbst S. 418) enthalten die Schimmelpilze kein Mikroprotein.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: