Titel: Hanson's Drehmeiſsel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241 (S. 430–431)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/ar241161

Hanson's Drehmeiſsel.

Mit einer Abbildung auf Tafel 32.

Zum Schneiden und Fräsen von Holzknöpfen von ovalem Querschnitt und überhaupt von verschieden gestalteten Figuren mit regelmäſsig oder unregelmäſsig geformter Oberfläche und mit runden, geschweiften oder kantigen Rändern hat Freeman Hanson in Hollis, |431| Maine, Nordamerika (* D. R. P. Kl. 38 Nr. 13 800 vom 23. März 1880) einen eigenartigen in Fig. 7 Taf. 32 veranschaulichten Drehmeiſsel construirt, welcher in jeder Holzdrehbank Verwendung finden kann. Es ist A der Stiel und B der Arbeitstheil des Meiſsels. Der Theil B ist gegen den Stiel im rechten Winkel verdreht und mit einer scharfen Schneide a, einer Meiſselschneide g und zwei Schneideplatten b und c von verschiedener Länge versehen, zwischen denen eine Rinne d läuft. Diese Rinne erstreckt sich quer durch den Arbeitstheil des Meiſsels und neigt sich von seinem hinteren Ende gegen die Schneide a. Die längere Schneideplatte c hat auf ihrem oberen Rande eine doppelte Reihe von Sägezähnen e, zwischen denen zum Zweck der Abführung der Holzspäne eine kleine Rinne läuft. Die an der äuſseren, d.h. dem zu schneidenden Holze abgewendeten Seite der Schneideplatte c stehenden Zähne sind gröſser und höher als die auf der inneren Seite der Platte, um ein Abbrechen des auszuschneidenden Ovals zu verhindern, bevor es an seiner Basis völlig durchschnitten ist. Die vordere Seite der Meiſselschneide g hat eine Einkerbung i, welche ein glattes Eindringen der Schneide in das Holz erzielen soll; am hinteren Ende derselben liegt eine Schneide k, welche den Sägezähnen als Vorschneider dient. Die vordere Schneide b1 der zweiten kürzeren Schneideplatte b hat am oberen Rande eine einfache Zahnreihe h, welche an der Auſsenseite der Schneideplatte herabreichen und eine Stufenfläche n bilden; diese soll das Holz beim Fräsen glätten.

Ist dieses Werkzeug in dem Futter einer rotirenden Spindel eingespannt und wird das Futter vor dem zu bearbeitenden Holze zugeführt, so greift die Schneide a zuerst an, dann fräsen und glätten die Höhlung d und Schneide g, sowie die Schneideplatten b und c die Kanten des Ovals. Die Sägezähne h machen einen Einschnitt in das Holz, welcher die Trennungslinie zwischen dem fertig gestellten Oval und dem nächstfolgenden markirt. Das Werkzeug wird nun zurückgezogen, das Holz entsprechend vorgeschoben und der Arbeitsvorgang wiederholt sich.

Mg.

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