Titel: Kreisschieber mit ununterbrochener Drehung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 1 (S. 152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi02_1

Kreisschieber mit ununterbrochener Drehung.

Der Webb'sche Kreisschieber (1877 226 * 21) ist bekanntlich nur zu dem Zweck in den runden Schieberrahmen beweglich, um bei ungleichen Reibungswiderständen der Schieberflächen die Möglichkeit zu gewähren, sich zu drehen und so einem Einreiſsen der Schleifflächen vorzubeugen. W. Ch. Church in Brixton (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 13194 vom 16. Juli 1880) will nun den Webb'schen Schieber dahin verbessern, daſs derselbe bei jedem Hub eine kleine Drehung macht und zwar stets nach derselben Richtung fortrotirt. Dies wird dadurch erzielt, daſs der Schieberrahmen nicht allseitig an den cylindrisch abgedrehten Obertheil des Schiebers anliegt, sondern nur an zwei Bögen von je ⅙ Kreis Länge, von denen der eine oberhalb der Schubrichtung, der andere diametral gegenüber unterhalb der Schubrichtung im Schieberrahmen hergestellt ist, während die übrige Partie auf einen gröſseren Durchmesser ausgestoſsen wird. In Folge dieser Anordnung erleidet der Schieber einen einseitigen Druck in einem Falle nach abwärts, im anderen nach aufwärts; indem nun der unterhalb des Schieberrahmens vorstehende cylindrische Rand der Schieberplatte zwischen zwei Leisten des Schieberkastens geführt ist, so wird der Schieber bei dem unumgänglich nöthigen Spiel im Schieberrahmen einmal oben, das andere Mal unten angepreſst und in Folge dessen beim Hin- und Rückgang zur Drehung veranlaſst. Da mit der Bewegungsrichtung zugleich auch die Lage der Rollbahn wechselt, so findet die Drehung stets in demselben Sinn statt.

Diese Anordnung mag, falls die betreffenden Leisten des Schieberkastens nachgestellt werden können, ganz vortheilhaft sein; eine weitere Verfeinerung derselben Idee, welche auf Anwendung von Reibungsrollen beruht und gleichfalls patentirt wurde, ist praktisch undurchführbar.

M–M.

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