Titel: Herstellung der Matrizen für Sieblochmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 3 (S. 152–153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi02_3

Herstellung der Matrizen für Sieblochmaschinen.

Um eine gleichmäſsige Lochung bei Blechen, z.B. für Centrifugensiebe, zu erzielen, ist es erforderlich, die Löcher auf eine groſse Breite gleichzeitig durchzustoſsen; dies bietet bei der Herstellung sehr feiner Lochungen viele Schwierigkeiten. Je gröſser die gleichzeitig zu durchstoſsende Blechbreite ist, desto stärker muſs bei den Durchstofsmaschinen sowohl der Kopf, in welchen die Stempel eingespannt werden, als auch die Führung der Stempel und die Unterlage des Bleches sein. Da die Lochung neuerdings auf eine Blechbreite von 0m,5 ausgedehnt wird, müſsten die genannten Stücke eine Stärke von 5 bis 6mm haben. Die Lochung der Centrifugen-Siebbleche ist nun aber eine so feine (bei länglicher Lochung z.B. haben die Löcher 2mm,5 Länge, 0mm,3 Breite bei einem Zwischenraum von nur 1mm zwischen je zwei Löchern), daſs es nicht gut möglich sein würde, Stücke von 5 bis 6mm Stärke mit gleicher Lochung zu versehen, wie dies doch für Kopf, Führung und Unterlage nöthig ist.

Um diese Schwierigkeit zu überwinden, haben W. Breuer und E. Probst in Kalk (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 13 441 vom 5. August 1880) folgendes Verfahren vorgeschlagen. Die feinen Löcher werden in dünne Stahlbleche von |153| etwa 0mm,5 Stärke gestanzt und so viele dieser Stahlbleche auf einander gelegt, als es nöthig ist, um für jedes der genannten Stücke die richtige Stärke zu erreichen. Passen die Bleche ganz genau auf einander, so zieht man, um die richtige Lage der Bleche gegen einander zu sichern, an den Rändern einige Nieten durch und löthet die Bleche mit hartem Loth zusammen. Auf diese Weise werden Matrizen erhalten, welche bei ihrer feinen Lochung fast ganz die Eigenschaften eines homogenen Stahlkörpers haben und den beabsichtigten Zweck vollkommen erfüllen.

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