Titel: Filtrirpapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 10 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi03_10

Filtrirpapier.

Zum Filtriren von Kaffee wird bekanntlich namentlich aus wollenen und halbwollenen Stoffen hergestelltes Papier verwendet. Nach einer Mittheilung in der Papierzeitung, 1880 S. 1139 besteht der dazu verwendete Rohstoff hauptsächlich aus Abfällen weiſser, wollener und halbwollener Stoffe, welche als |238| Unterkleider auf der blosen Haut getragen wurden und in Folge dessen in hohem Grade mit Hautausdünstungen imprägnirt sind. Wenn sie von Kranken herrühren, werden sie gewiſs auch häufig Ansteckungsstoffe beherbergen, um so mehr, da gerade wollene Stoffe solche begierig aufnehmen und energisch fest halten. Bei der Fabrikation werden diese Hadern lediglich durch den Stäuber gereinigt und mit kaltem Wasser so lange gewaschen, bis der Stoff klar erscheint. Man sollte das gewöhnlich weiſse wollene Filtrirpapier so lange nicht zum Filtriren von Genuſsmitteln anwenden, bis sich Fabrikanten finden, welche die zu dem Papier verwendeten Stoffe chemisch reinigen.

J. R. Mallet in Calcutta (Englisches Patent Nr. 2961 vom 17. Juli 1880) schlägt vor, zur Herstellung von Papierfilter poröse, in die betreffenden Trichter passende Hohlkegel in den Papierbrei einzutauchen und durch Ansaugen eine entsprechende Menge Fasern auf dem Kegel abzulagern, welche nach dem Trocknen direct als Filter verwendet werden können.

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