Titel: Herstellung von Caméebildern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 14 (S. 320–321)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi04_14

Herstellung von Caméebildern.

Nach W. Matt in Bendorf a. Rhein (D. R. P. Kl. 80 Nr. 13568 vom 24. August 1880) werden die zur Herstellung der nachgemachten Caméebilder erforderlichen Formen galvanoplastisch versilbert, dann geölt. Die Bildermasse wird durch Mischen eines Gemenges von 61 Wasser mit 12 Eiergelb mit so viel Marmorcement hergestellt, als zur Bildung eines dicken schleimigen Breies erforderlich ist, mit welchem die Figuren der Form voll ausgefüllt werden. Soll den Figuren noch ein Hintergrund gegeben werden, so muſs man jede Farbe einzeln mit dem Eierwasser mischen und dann erst die erforderliche Menge Marmorcement hinzusetzen. Dieser Farbenbrei wird, wie auch die ursprüngliche Bildermasse, mittels eines Marderpinsels in die Form eingetragen, indem man vom Mittelpunkt derselben anfangend über die |321| weiſsen oder farbigen Bilder hinweg nach allen Seiten hin schnell die Form ausfüllt. Ist die Masse fest, so nimmt man aus der Form, trocknet an der Luft, bestreut die Bilder mit Speckstein und bürstet leicht ab. Dieselben lassen sich auch vorsichtig mit heiſsem Stearin tränken.

Derartige Bilder dienen als Einlage für Albumdeckel und sonstige Galanteriearbeiten, für Wandbilder u. dgl.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: