Titel: Breuer's Neuerungen an Bandsägen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 2 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi04_2

Breuer's Neuerungen an Bandsägen.

Die Neuerungen an Bandsägen von E. Breuer in M.-Gladbach (* D. R. P. Kl. 38 Nr. 13 275 vom 21, September 1881) beziehen sich auf eine Führung des Bandsägenblattes auf ihren Scheiben, d.h. sie sollen ein Herabrutschen des Sägeblattes von den Scheiben verhindern und die Zähne desselben vor deren Rand stets vorstehen lassen. Diesen Zweck will Breuer für schmälere Sägen in anderer Weise erreichen wie für breitere. Für Sägeblätten von über 3cm Breite sind auf dem Umfang der oberen Bandscheibe in regelmäſsigen Abständen Stifte angebracht, welche in entsprechende Löcher des Sägenbandes eingreifen und letzteres so führen sollen, daſs ein Abgleiten desselben ohne Anwendung eines Spurkranzes vermieden wird! Für schmälere Sägenblätter sind jedoch nicht gut Löcher einzuschneiden, da sie eine zu groſse Schwächung des Blattes herbeiführen würden, und bringt der Erfinder für diesen Fall die Stifte auf einem besonderen Kranze vor der Bandscheibe an, so daſs die Stifte in die Zähne der Säge eingreifen und letztere gleichfalls auf diese.. ungewöhnliche Art führen sollen; damit auch ja die Säge gut in die Stifte gedrückt wird, ist noch ein besonderer Rückhaltring angebracht, der auf dem Umfang der Bandscheibe liegt und von der Achse derselben aus der Sägelblattbreite entsprechend eingestellt werden kann.

Um nun dieselbe Bandscheibe sowohl für schmale, wie für breite Blätter verwendbar zu machen, haben die Bandscheiben je zwei neben einander bezieh. in gewisser Entfernung über einander liegende Radreifen erhalten, deren einer mit Stiften besetzt ist für breite Blätter, während der andere einen Rückhaltring trägt und vor sich den besonderen Stiftenkranz für schmale Blätter hat.

Die allgemeine Anordnung der Bandsäge ist eine gute und zweckmäſsige zu nennen; namentlich erscheint der Antrieb von groſsem Vortheil zu sein. Derselbe geschieht vom Vorgelege mittels besonderer Riemenscheiben für jede Bandsägescheibe besonders. Es scheint durch diese einfache Vorkehrung der Uebelstand des ungleichmaſsigen Anlaufes wie Ablaufes der beiden Bandscheiben gehoben und wird dieselbe jedenfalls sicherer wirken als die vielen in Vorschlag gebrachten Mittel, wie einseitige und doppelte Bremsen, leichte Oberrolle u.s.w. Der Arbeitstisch wird von Flanschen des Hauptständers und Abzweigungen der Mittelwand getragen und kann beliebig schief gestellt wie auch vertical verstellt werden. Er ist zweitheilig ausgeführt und sind beide Theile durch Gelenke verbunden; der eine Gelenktheil gleitet schlittenartig in Führungen des Ständers. Die Führung des Sägeblattes dicht über dem Arbeitstück ist eine gewöhnliche Rollenführung.

Mg.

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