Titel: Verwerthung des Posidonienschiefers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 9 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi04_9

Verwerthung des Posidonienschiefers.

Der im schwarzen Jura (Lias) auftretende Posidonienschiefer enthält 42 Th. Thonerde, 40 Kalk, 12 organische Stoffe und 6 Schwefelkies. Bei der |320| Destillation gibt dieser Schiefer brennbare Gase und 4 bis 5 Proc. Rohöl. W. Gminder in Reutlingen, Württemberg (D. R. P. Kl. 80 Nr. 13 559 vom 13. Juli 1880) will nun diesen Schiefer pulvern und zu Steinen pressen, wobei die bituminöse Substanz als Bindemittel dient. Diese Steine sollen nun zunächst als Brennstoff für Dampfkesselheizungen u. dgl. verwendet, oder direct in Ringöfen eingesetzt werden, wo sie sich nicht allein selbst fertig brennen, sondern auch noch brennbare Gase für einen Dampfkessel abgeben sollen. Die erhaltenen Steine werden zur Herstellung von Cement oder als Cementbaustein verwendet.

Um den Brennwerth des Posidonienschiefers noch besser auszunutzen, kann derselbe auch direct mit 25 bis 50 Procent des an Kieselsäure reichen Opalinschiefers der braunen Juraformation gemischt und dann zu Cement gebrannt werden.

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