Titel: Herstellung von Messing- und Tombaküberzügen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 3 (S. 404)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi05_3

Herstellung von Messing- und Tombaküberzügen.

Um eine gleichzeitige Fällung von Kupfer und Zink, bezieh. eine Bildung von Messing oder Tombak zu erreichen, muſs man nach R. Böttger (Jahresbericht des physikalischen Vereines zu Frankfurt, 1881 S. 13 und 23) dafür sorgen, daſs das Zink in der Lösung stark vorherrscht. Am besten eignet sich hierzu eine warm bereitete Auflösung von 2g schwefelsaurem Kupfer und 14g schwefelsaurem Zink in 464cc Wasser mit 20g Cyankalium. Mit 2 Bunsen'schen Elementen und einer Messingplatte als Anode erhält man damit die schönsten Messing- und Tombaküberzüge auf Kupfer, Eisen, Stahl und dergleichen Metallen (vgl. Hesz 1880 235 47).

Taucht man blank gescheuerte oder polirte kupferne Gegenstände in eine siedende concentrirte wässerige Lösung von Aetznatron, in welcher sogenanntes Zinkgrau einige Zeit lang gekocht worden war, ein, so überziehen sich die Gegenstände, bei vorwaltendem Zinkgrau, in der alkalischen Zinklösung mit einer spiegelglänzenden Schicht metallischen Zinkes. Taucht man diese so mit einer dünnen Zinkschicht bekleideten kupfernen Gegenstände trocken in bis auf etwa 120 bis 140° erhitztes Olivenöl oder in bis zu dieser Temperatur erhitzten Sand, so vereinigt sich die dünne Zinkschicht mit der Kupferunterlage zu der unter dem Namen Tombak oder Lyoner Gold bekannten goldfarbigen Legirung.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: