Titel: Ueber Radiophonie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 241/Miszelle 5 (S. 469)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj241/mi241mi06_5

Ueber Radiophonie.

Die fortgesetzten Arbeiten Mercadier's (vgl. 1881 240 319) auf dem Gebiete der Radiophonie haben in der letzten Zeit folgende Ergebnisse geliefert.

Mittels sogen. „thermophonischer Säulen“ oder „phonischer Thermomultiplicatoren“, welche aus mehreren an einander gereihten geschwärzten Röhren bestehen, gelang es Mercadier, die thermophonischen Wirkungen zu verstärken und nachzuweisen, daſs die Luft in diesen als Empfänger benutzten Röhren longitudinal schwang. (Nach den Comptes rendus, 1881 Bd. 92 S. 450.)

Durch Herstellung von spiralförmig gewundenen Selen-Empfängern, wie sie Siemens schon einige Jahre früher verwendet hatte, und durch Einschaltung mehrerer solcher Empfänger wuſste Mercadier (Daselbst S. 789) die photophonischen Wirkungen einer gröſseren Anzahl von Personen zugleich vernehmbar zu machen.

Mittels der ein Gas in Berührung mit einer den periodisch intermittirenden Reductionen ausgesetzten dünnen geschwärzten Glimmerplatte enthaltenden Glasröhre („thermosonore Röhre“) und kräftiger Strahlung vermochte Mercadier (Daselbst S. 1224 u. 1226) eine stetige Reihe musikalischer Töne vom tiefsten bis zu Tönen von 2000 ganzen Schwingungen in der Secunde hervorzubringen und ebenso Accordfolgen. Auch das Wort wurde wiedergegeben, so daſs ein „sprechendes Thermophon“ erreicht wäre.

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