Titel: Zur Verarbeitung von Gummi und ähnlichen Stoffen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242 (S. 25–26)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/ar242008

Zur Verarbeitung von Gummi und ähnlichen Stoffen.

Patentklasse 39. Mit Abbildungen auf Tafel 3.

Zum Schneiden und Vollenden von Zähnen an Kämmen verwendet die New-York-Hamburger Gummiwaaren-Compagnie in Hamburg (* D. R. P. Nr. 14401 vom 30. Juli 1880) die in Fig. 15 Taf. 3 dargestellte Maschine, deren Säge bezieh. Polirscheibe S mittels der Kegelräder z in Umdrehung versetzt wird, während gleichzeitig der die Säge tragende Halter R eine hin und her schwingende Bewegung erhält. Zu diesem Zwecke ist an der Achse P ein Seitenarm L befestigt, welcher durch ein Kugelgelenk mit der Stange K verbunden ist, die ihrerseits durch eine Kurbelvorrichtung J eine auf und ab gerichtete Bewegung erhält. Durch diese Vorrichtung wird erreicht, daſs bei der Herstellung der Zahnlücken im Kamm A durch die Kreissäge gleichzeitig die Zähne auch abgerundet werden.

Im Zusatzpatent * Nr. 14698 vom 30. September 1880 ab wird eine Anordnung dieser Maschine behandelt, bei welcher die Säge fest gelagert ist und nur rotirt, während der Kamm in einem schwingenden Rahmen eingespannt ist.

Um zu verhindern, daſs beim Füllen von Formen mit Hartgummiteig Luftblasen zwischen Form und Teig zurückbleiben, füllt F. Engel in Hamburg (D. R. P. Nr. 14419 vom 11. Januar 1881) die Form zunächst mit Leinöl und preſst dann den Gummiteig ein, so daſs bei der Vulkanisation der geringe Theil des zurückbleibenden Oeles von dem Gummi aufgenommen wird.

Um Kautschukballons herzustellen, bildet E. A. Lejeune in Paris (* D. R. P. Nr. 14569 vom 4. Januar 1881) mittels einer Maschine zwei |26| Halbhohlkugeln mit abgeschrägtem Rand, welche dann zusammengeklebt werden.

Als Ersatzmittel für Guttapercha empfiehlt E. Mourlot Sohn in Paris (D. R. P. Nr. 13332 vom 4. August 1880) eine Abkochung von Birkenrinde, welche an der Luft rasch fest werden und dann alle Eigenschaften der Guttapercha besitzen soll.

Zur Herstellung fester Hornplatten aus Hornspänen sollen letztere nach J. Pathe in Berlin (D. R. P. Nr. 14657 vom 18. December 1880) in ein Gemisch aus einer kalt gesättigten Borsäurelösung und einer Lösung von Arsenigsäure in Salzsäure von 1,1 sp. G. gelegt, dann kurze Zeit auf 60° erwärmt werden. Die Späne werden darauf in Formen gepreſst, welche auf 120° erwärmt sind; die erhaltenen festen Stücke sollen sich wie natürliches Hörn verarbeiten lassen.

Als Masse zur Herstellung von Puppenköpfen empfiehlt F. Bartenstein in Hüttensteinach bei Sonneberg (D. R. P. Nr. 14400 vom 23. Januar 1881) ein Gemisch von 1 Th. Wachs und 3 Th. Dextrin.

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