Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Almond's Winkelgetriebe.Mit Abbildungen auf Tafel 19.Als Ersatz des Winkelrädergetriebes, also zur Bewegungsübertragung zwischen Wellen, deren Achsen sich schneiden, gibt T. R. Almond in Brooklyn einen eigenthümlichen Gelenkmechanismus an, welcher nach der Revue industrielle, 1881 S. 215 in Fig. 13 und 14 Taf. 19 dargestellt ist. Jede der Wellen H und H1 trägt eine Kurbel G mit einem Kugelgelenk D, durch welches ein Keil E geschoben ist. Beide Keile E sind an der gemeinschaftlichen Hülse C befestigt, welche sich auf der vom Hängearm A getragenen Spindel B verschieben und drehen kann. Bei der Drehung einer Kurbel G wird unter gleichzeitiger Verschiebung des Keiles E in dem sich drehenden Kugelgelenk D der Hülse C eine Schwingung und eine auf- und abwärts gerichtete Verschiebung auf der Spindel B mitgetheilt. Da aber der kinematische Zusammenhang der Hülse C mit beiden Kurbeln G derselbe ist, so muſs durch die bewegte Hülse die Drehung der einen Kurbel genau auf die andere übertragen werden. Die Kurbeln können entweder (wie hier angenommen zu sein scheint) mit je einer zu Antrieb, bezieh. Abtrieb dienenden Riemenscheibe verbunden, oder auch unmittelbar auf der Welle befestigt sein. Die Hülse C wird in bestängdiger Schmierung dadurch erhalten, daſs sie bei jedesmaligem Niedergang in den Oelbecher F taucht, beim Steigen also etwas Oel an der Spindel B in die Höhe führt. Den Gleitflächen des Kugelgelenkes D wird das Schmiermittel durch Bohrungen des Keiles E zugeführt. So geistreich auch der Mechanismus unstreitig ersonnen ist, so muſs seine ausgedehntere Anwendung doch an dem Uebelstande scheitern, daſs die Keile E und die Hülse C einen beträchtlichen Arbeitsverlust |254| H–s. |
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