Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Neuerungen an Schmiedefeuern.Mit einer Abbildung auf Tafel 33.Bei dem Schmiedefeuer von Heathfield, Eyre und Comp. in London wird nach Iron, 1881 Bd. 17 * S. 129 die Abhitze zum Betriebe des Gebläses benutzt. Zu diesem Zwecke hängt unter dem Rauchfang ein kleiner Dampfkessel, welcher durch ein Rohr mit der Form derart |407| Eine eigentümliche Gebläseform ist an Schumann und Mühlbauer in Glauchau (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 13535 vom 27. August 1880) patentirt. Dieselbe besteht aus dem oberen Herdformtheile A und dem dazu gehörigen unteren Theile B, an welchem gleichzeitig der Luftkanalstutzen L angebracht ist. Eine Klappe K, verbunden mit dem Hebel R nebst Gegengewicht, schlieſst den unteren Theil der Form B ab. Dieselbe ist zur leichteren Beseitigung etwa vorkommender Betriebstörungen angebracht, dient jedoch auch, wenn der obere Theil A weggenommen und hierauf durch eine gewöhnliche Gebläseform ersetzt wird, zur Beseitigung der Asche. Der Luftstrom, welcher in der Richtung der Pfeile bei L eintritt, umspült die Bodenplatte H der Gebläseform von allen Seiten und tritt hierauf durch die beiden Ausmündungskanäle c in das Feuer F aus. Die Kanäle c sind so breit als möglich gehalten, um den von zwei Seiten kommenden Luftstrom über das ganze Feuer gleichmäſsig vertheilen zu können. Indem nun der Luftstrom jederzeit den Boden H umspült, erwärmt er sich, schützt jedoch auch gleichzeitig diesen Theil selbst vor starker Erwärmung. Als besonders geeignet wird diese Gebläseform für Löthfeuer zum Hartlöthen bezeichnet; es soll das Loth und die Schlacke die Luftkanäle nicht versetzen, sondern leicht zu entfernen sein; auch soll durch die gleichmäſsige Vertheilung des Luftstromes beim Löthen kein Verziehen vorkommen. (Vgl. Würger 1881 241 * 431). Mg. |
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