Titel: Ueber die Bestandtheile der Kokkelskörner.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 11 (S. 71)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi01_12

Ueber die Bestandtheile der Kokkelskörner.

Während nach Barth und Kretschy (1880 237 84) das käufliche Pikrotoxin ein Gemisch ist von eigentlichem Pikrotoxin, Pikrotin und Anamirtin, ist nach E. Paterno (Gazzetta chimica, Bd. 11 S. 36) das Pikrotoxin, C30H34O13 jedoch ein einheitlicher Stoff, welcher leicht in Pikrotoxinin, C15H16O6 , und Pikrotin, C15H18O7, zerfällt.

Nach E. Schmidt (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 817) sind Pikrotoxinin und Pikrotin ebenfalls nur Spaltungsproducte des Pikrotoxins, welche erst bei dem anhaltenden Kochen mit gröſseren Mengen von Benzol daraus gebildet werden. Da diese Spaltung des Pikrotoxins nicht allein durch Kochen mit Benzol, sondern auch bei der Einwirkung von verschiedenen Stoffen und vielleicht unter Umständen theilweise auch schon bei der Darstellung desselben eintritt, so liegt die Möglichkeit nahe, daſs sich diese Spaltungsproducte in wechselnden Mengen dem Pikrotoxin beimengen. Nach E. Schmidt findet diese Zersetzung nach folgender Gleichung statt:

C36H40O16 = C15H16O6 + C21H24O10.
Pikrotoxin Pikrotoxinin Pikrotin.

Auſser dem Pikrotoxin enthalten die Kokkelskörner noch ein nicht bitter schmeckendes Alkaloid, welches vorläufig Cocculin, C19H26O10, genannt wird.

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