Titel: Ueber Brucin und Strychnin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 14 (S. 72)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi01_15

Ueber Brucin und Strychnin.

Nach A. Claus (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 765 und 773) bildet sich durch Einwirkung von Salpetersäure auf Brucin Dinitrobrucin, C23H24(NO2)2N2O4, als amorphes, prachtvoll zinnoberrothes Pulver. Entgegen der Angabe von Sonnenschein bildet sich beim Behandeln von Brucin mit verdünnter Salpetersäure kein Strychnin. Bei 105° getrocknetes Brucin schmilzt bei 178°. Die Zusammensetzung des Strychnins scheint zwischen den beiden Formeln C21H22N2O2 und C22H22N2O2 zu schwanken.

Käufliches Strychninsulfat entsprach nach C. Rammeisberg (Daselbst S. 1231) der Formel C21H22N2O2.H2SO42H2O. Das daraus dargestellte neutrale Sulfat (C21H22N2O2)2 H2SO4 krystallisirt mit 5 Mol. Wasser in langen Prismen, mit 6 Mol. Wasser in Quadratoktaedern.

Lextrait (Comptes rendus, 1881 Bd. 92 S. 1057) hat eine Verbindung des Strychnins mit Jodoform, (C21H22N2O23)CHJ3, hergestellt.

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