Titel: Pellenz's Herstellung der Matrizen für Lochmaschinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 2 (S. 66–67)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi01_2
|67|

Pellenz's Herstellung der Matrizen für Lochmaschinen.

Ein Verfahren zur Herstellung der Matrizen, Unterlage- und Führungsplatten, welche für das Durchstoſsen – Stanzen oder Drücken – von Löchern durch Bleche und Platten aus beliebigem Material benutzt werden, ist an C. Pellenz in Kalk (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 14280 vom 26. November 1880) patentirt. Die Durchlochungen dieser Matrizen müssen glattwandig sein, während sie zur Führung des Lochstempels eine gewisse Dicke haben müssen. Zur Herstellung einer derartigen, aus einer festen, genügend dicken Platte bestehenden Matrize nimmt man zunächst einen Dorn von dem Querschnitt, welcher für die Lochung des Bleches verlangt wird. Um diesen Dorn werden Hülsen von Metallblech, am besten Stahl- oder Guſsstahlblech, gebogen und die fertigen Hülsen dann von auſsen verzinkt o. dgl. Man gruppirt diese Hülsen dann in der gewünschten Art in Reihen neben einander, setzt sie in einen Formkasten und umgieſst sie mit einem geeigneten Metall. Die so erzeugte Matrize ist dann äuſserlich noch zu bearbeiten und zu härten; die Hülsen, welche allein die Reibung des Stempels auszuhalten haben, erhalten hierdurch die nöthige Widerstandsfähigkeit.

Verwendet man zur Herstellung solcher Matrizen Hartguſs oder Guſsstahl, so werden die immerhin theuren Blechhülsen entbehrlich und es kann das Metall direct um geeignet aufgestellte Dorne gegossen werden.

Es ist nothwendig, daſs der zur Durchlochung von Blechen erforderliche Satz von je drei Matrizen – Obertheil, Führung und Unterlage – genau homolog gelocht ist, weshalb diese drei Platten gleichzeitig hergestellt werden. Zu diesem Zweck werden je drei Hülsen neben einander auf denselben Dorn gesetzt und die einzelnen Platten, in Höhe je einer Hülse, durch horizontale Zwischenlagen getrennt, so daſs dann die fertigen Platten hinsichtlich der durchgehenden Lochungen ganz genau übereinstimmen müssen.

Eine andere Herstellungsart solcher Matrizen von homologen Lochungen, welche noch den Vorzug hat, daſs jede einzelne Hülse nach ihrer Abnutzung ausgewechselt werden kann, ist derart, daſs die fertigen Guſsstahlhülsen zwischen entsprechend geformte Backen eingespannt und durch Schrauben oder Keile geführt werden, so daſs die Hülsen unverrückbar in ihrer Stellung gehalten werden.

Mg.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: