Titel: Ueber die Zusammensetzung des Chlorkalkes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 10 (S. 150)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi02_10

Ueber die Zusammensetzung des Chlorkalkes.

In Lehmann's Zeitschrift für die chemischen Groſsgewerbe, Bd. 5 S. 274 wird Schäppi und mir von Gerresheim der Vorwurf gemacht, es wäre bei unserer Berechnung der Zusammensetzung des Chlorkalkes aus den directen Resultaten der Analyse (vgl. 1880 237 72) über ⅔ des quantitativ bestimmten Wasserstoffes auf einmal verschwunden 5 ebenso seien alle anderen Umrechnungen falsch. Diesen Vorwurf muſs ich entschieden zurückweisen. Allerdings ist durch einen (leider von mir übersehenen) Satzfehler der erste Posten als CaOCl2 (statt CaOCl2,H2O) angegeben; aber wenn Gerresheim unsere Analyse wirklich mit gehöriger Sorgfalt nachgerechnet hätte, so muſste sich ihm dieser augenscheinliche Satzfehler um so mehr zeigen, als ihn schon unsere ausdrückliche Bemerkung: „die wirkliche Bestimmung des Wassers ergab 0,66 Proc. mehr“, darauf führen konnte. Auch in allen anderen Punkten ist unsere Umrechnung, wie ich mich überzeugt habe, vollkommen richtig. Gerresheim hat sich also seine Kritik etwas zu leicht gemacht.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich bemerken, daſs in Schäppi's Dissertation (welche einige Zeit vor dem betreffenden Hefte von Lehmanns Zeitschrift erschien, aber Hrn. Gerresheim wohl nicht zugänglich war) dieselbe Analyse nicht auf CaOCl2,H2O, sondern auf 2(CaOCl2),H2O berechnet ist, wodurch sich natürlich die Menge des freien Wassers entsprechend, d. i. um 5,46 Proc., vermehrt.

Zürich, 30. September 1881.

G. Lunge.

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