Titel: Neuerungen an Holzmaserir-Apparaten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 6 (S. 148–149)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi02_6

Neuerungen an Holzmaserir-Apparaten.

Hermann Kintlein in Derdesheim bei Halberstadt (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 14557 vom 23. October 1880) gibt einen Holzmaser-Abdruckapparat an, welcher aus einer Uebertragswalze von besonderer Masse besteht. Diese nimmt von einem mit der bestimmten Farbe über- und alsdann sauber abgestrichenen Brette dessen natürliche Holzfaserstructur auf und überträgt sie auf die zu maserirende Fläche. Die Masse des Cylinders besteht aus 30 bis 40 Tb. Leim, 4 Th. Erdöl, 1 Th. Gummi oder Kautschuk, gelöst in Schwefelkohlenstoff, Rüb- oder Terpentinöl und 3 oder 4 Th. beliebigem Farbezusatz.

Einen vollkommeneren Maserirapparat führt A. Munnecke in Königslutter (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 14776 vom 14. Januar 1881) aus, welcher ermöglicht, |149| mit nur einer Walze verschieden geformte Masern zu erzeugen. Der wie gewöhnlich an seinem Umfange die Masern tragende Gummicylinder setzt bei der Führung über die zu maserirende Fläche ein Getriebe in schnelle Bewegung, dessen Endachse einen Windflügel trägt. Je nachdem der Cylinder langsam oder schnell über die Fläche geführt wird, setzt der Flügel der Drehung des Cylinders einen geringeren oder gröſseren Widerstand entgegen, so daſs im letzteren Falle ein theilweises Gleiten des Maserircylinders eintritt, die Masern also dann in der Länge gezogen erscheinen. Der Arbeiter hat es also in der Hand, in engen Grenzen die Form der Masern zu ändern.

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