Titel: Verfahren zur Herstellung von Spiralchenille.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 7 (S. 149)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi02_7

Verfahren zur Herstellung von Spiralchenille.

Eine Spiralchenille von eigenthümlichem Aussehen stellt L. Friedberg in Berlin (* D. R. P. Kl. 8 Nr. 14146 vom 22. Juni 1880) in der Weise her, daſs er nach gewöhnlichem Verfahren aus irgend einem Faserstoffe gedrehte Chenille über eine Metallplatte führt, welche auf irgend eine Weise geheizt wird. Diese Metallplatte enthält flache Rinnen von halbkreisförmigem Querschnitt, deren Tiefe dem halben Durchmesser des Chenillecylinders entspricht. Indem also die Chenille mit der Hälfte ihres Körpers in der Rinne entlang streicht, wird sie auf dieser Seite geplättet und gebrannt, wobei eine Verringerung der Dimensionen erfolgt. Das Aussehen der so behandelten Hälfte wird dadurch wesentlich verschieden von dem der anderen, um so mehr, da die Härchen der ersteren eine andere Lage annehmen und somit auch das Licht anders zurückwerfen als die der letzteren. Um diesen Effect noch zu steigern, kühlt man die obere Seite der Fäden während des Durchstreichens durch die Rinne mit Luftzug durch ein Gebläse o. dgl. ab. Nachdem die Chenille in dieser Weise behandelt worden ist, wird sie mittels eines einfachen Drehapparates um ihre Achse gedreht; sie nimmt dann in Folge ihrer verschiedenen Cylinderradien schnell und dauernd eine eigenthümliche Spiraldrehung an, deren Effect bei jeder Art Belichtung sehr charakteristisch auftritt.

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