Titel: Zusammensetzung des unterschwefligsauren Natriums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 16 (S. 232)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi03_16

Zusammensetzung des unterschwefligsauren Natriums.

Entgegen den Ausführungen Schützenberger's (Comptes rendus, 1881 Bd. 92 S. 875) hält A. Bernthsen (Liebig's Annalen, 1881 Bd. 208 S. 142) an seiner früheren Formel Na2S2O4 oder NaO, S2O3 für das unterschwefligsaure Natrium fest (vgl. 1881 240 243). Man erhält nach den Vorschriften von Schützenberger und R. Wagner (1877 225 383) kein reines unterschwefligsaures Natrium, weil das schwefligsaure Salz und die groſse Zinkmenge nicht zu entfernen sind und weil das feuchte Salz rasch in Thiosulfat, Na2S2O3 oder NaO, S2O2 (das frühere unterschwefligsaure Natrium), übergeht. Nach der Gleichung: Zn + 4NaHSO3 = ZnSO3 + Na2SO3 + Na2S2O4 + 2H2O bleibt die Hälfte der schwefligen Säure bei der Reaction unangegriffen. In der Hoffnung, durch allmählichen Salzsäure- oder Essigsäurezusatz auch das Na2SO3 wieder in NaHSO3 überzuführen und so die Reaction nach der Gleichung; Zn + 2HCl + 2NaHSO3 = ZnCl2 + 2H2O + Na2S2O4 verlaufen zu lassen (wobei nur Na2S2O4 durch Alkohol gefällt werden sollte), wurde zu einem Gemisch von Disulfitlösung und Zinkstaub durch einen Tropftrichter langsam die erforderliche Menge HCl zugegeben. Erst gegen Schluſs trübte sich die Flüssigkeit durch Schwefelausscheidung und Geruch nach H2S trat auf. Indeſs wurde so der gewünschte Zweck nicht erreicht; das durch Alkohol gefällte Präparat enthielt 19,04 Proc. Zink und nur 6,6 Proc. Na2S2O4. Nicht besser fiel der Versuch aus, die schwefligsauren Verbindungen mit Kalkmilch niederzuschlagen.

Bezüglich der angewendeten analytischen Methoden muſs auf die Quelle verwiesen werden.

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