Titel: Doppelt wirkender Drucksatz von H. Hülse in Dresden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 2 (S. 226–227)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi03_2

Doppelt wirkender Drucksatz von H. Hülse in Dresden.

Civil-Ingenieur H. Hülse in Dresden hat, wie Glaser's Annalen für Gewerbe und Bauwesen, 1881 Bd. 9 * S. 83 mittheilen, auf einer Oberschlesischen Steinkohlengrube einen doppelt wirkenden Drucksatz eingebaut, welcher aus zwei über einander angeordneten einfachen Sätzen mit gemeinschaftlichem Plunger besteht, also eine verticale Girard-Pumpe ist. Die Construction wurde durch das Bestreben nach Materialersparniſs veranlaſst, da der sehr sauren Grubenwässer wegen der Satz aus Rothguſs ausgeführt werden muſste und man sich entschlossen hatte, für die Wasserhaltung von 4cbm,7 in der Minute bei 180m Teufe nur einen Satz im Schachttiefsten aufzustellen. Die Kosten zweier |227| einander zu hebender, einfach wirkender Drucksätze berechnen sich denn auch einschlieſslich der Steigrohre und eisernen Gestängstheile auf etwas mehr als das doppelte der wirklichen Herstellungskosten dieses doppelt wirkenden Satzes. Es sei noch bemerkt, daſs die Pumpe unter die Sumpfstrecke gestellt wurde, um das obere Ventil bei einem Hube von 3m,14 noch in zuverlässiger Saughöhe anordnen zu können.

Eine möglichst wasserdichte Wand trennt den Wasserraum von dem Aufstellungsraume der Pumpe. Das in den letzteren durch Undichtigkeiten der Wand und aus den Schachtstöſsen niederfallende Wasser wird durch einen Körting'schen Elevator, welcher 100l in der Minute fördert, selbstthätig wirkt und durch Wasser aus den Steigrohren betrieben wird, in die Wasserkammer hinübergehoben.

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