Titel: Hochstrate's Stromapparat für Kohlenwäschen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 6 (S. 228)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi03_6

Hochstrate's Stromapparat für Kohlenwäschen.

Um auch derjenigen gröberen Kohlen nicht verlustig zu gehen, welche bei der auf Zeche Rheinpreuſsen eingerichteten Windseparation durch den Strom der bewegten Luft nicht getragen werden, hat H. Hochstrate in Homberg bei Ruhrort, nach der Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen, 1880 S. 273 einen ihm patentirten Stromapparat so aufgestellt, daſs jene beim Austritt aus dem Windapparat ihm zufallen.

Der Stromapparat besteht aus zwei communicirenden Abtheilungen, deren eine, niedrigere, für den aufsteigenden Strom bestimmt ist, während die andere, höher liegende, für das Austragen der Berge dient. Um die Stromgeschwindigkeit gleichmäſsig zu erhalten, wird der Wasserspiegel des Behälters, welcher den Apparat speist, durch reichlichen Zufluſs, der im Falle des Uebermaſses mittels eines breiten Ueberfalles abgeführt wird, constant erhalten. Im Zufluſsrohre zu dem Stromapparat ist ein Schieber angebracht, durch welchen die Zufluſsmenge regulirt werden kann, da das Aufgeben ein nicht immer gleichmäſsiges ist, die Geschwindigkeit des aufsteigenden Wasserstromes, welche constant zu erhalten für den Apparat durchaus erforderlich ist, aber mit abhängt von der zugeführten Kohlenmenge.

Der Schieber wird so eingestellt, daſs für jede Korngröſse die durch Versuche ermittelte Stromgeschwindigkeit vorhanden ist, und geht die Arbeit so vor sich, daſs die Kohlen vom aufsteigenden Wasserstrome mitgeführt werden, während die specifisch schwereren Schiefer zu Boden sinken und mittels eines Becherwerkes ausgehoben werden. In dem Maſse, in welchem der aufsteigende Wasserstrom mehr oder weniger Kohlen enthält, steigt oder sinkt der Wasserspiegel in der anderen Abtheilung des Apparates, regulirt sich also dem Gewichte des aufsteigenden Stromes entsprechend selbst.

S–l.

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