Titel: Bennett's Bleirohrverbindung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 4 (S. 305)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi04_4

Bennett's Bleirohrverbindung.

Das an S. Bennett in Manchester, England (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 15027 vom 9. Februar 1881) patentirte Verfahren zur Herstellung von Bleirohrverbindungen besteht in der Benutzung eines in die Verbindungsstelle eingesetzten kurzen Metallrohres, welches unter Anwendung von Druck und Wärme in die Rohrenden eingepreſst und verlöthet wird, während die Enden der Bleirohre zusammengeschmolzen oder durch Umgieſsen eines leichtflüssigen, weichen Metalles mit einander verbunden werden.

Bei der Herstellung einer solchen Verbindung werden zunächst die Enden der zu verbindenden Bleirohre durch Eintreiben eines Dornes mittels einer Schraube zur Aufnahme des kurzen Metallrohres von der lichten Weite des Bleirohres erweitert, wodurch gleichzeitig die innere Rohrwand der letzteren metallisch rein geschabt wird. Es wird empfohlen, dieses Einsatzrohr zu verzinnen, damit es sich mit den Bleirohren bei hinreichender Erwärmung verlöthen kann. Die Bleirohrenden werden nun zwischen zwei Klemmbacken eingespannt und erhitzt, damit sie zu einer homogenen Masse zusammenschmelzen, oder mit einem leichtflüssigen Metallloth umgössen. Um die Einwirkung der Hitze auf die entfernteren Stellen der Nath zu verhindern, werden die inneren Seiten der Klemmbacken mit schlechten Wärmeleitern, (Sand, Lehm o. dgl.) ausgefüttert. Hat die Hitze lange genug gewirkt, so wird die Verbindungsstelle in einer Klemmzange mit rundem Maul einem starken Druck unterworfen. Ein Gleiches geschieht, wenn geschmolzenes Metall benutzt wurde; es ist dann in der Zange ein Einguſstrichter für dasselbe vorzusehen. Die so fertige und zuverlässig feste Verbindungsstelle wird dann durch einen Rundhobel abgeglättet.

Dieses Verfahren ist auch verwendbar, um Zweigrohrleitungen unter beliebigem Winkel mit der Hauptrohrleitung zu verbinden.

Mg.

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