Titel: Glasstärke bei Bedachungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 5 (S. 305–306)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi04_5

Glasstärke bei Bedachungen.

In einer durch die Zeitschrift des Ingenieur- und Architectenvereines in Hannover, 1881 Bd. 27 S. 213 veröffentlichten umfangreichen Arbeit stellt Regierungsbaumeister Schwering in Hannover die Maſse und Unterhaltungskosten einer groſsen Zahl ausgeführter Glasbedachungen tabellarisch zusammen. Auf Grundlage der dort angeführten Erfahrungsresultate macht der Verfasser geltend, daſs Hagelschäden im Allgemeinen für Dächer eine geringere Bedeutung haben, als man sonst anzunehmen geneigt ist, und daſs der bei weitem gröſste Theil des Bruches nicht durch Hagelschlag, sondern durch ruhende Last oder durch Zufälligkeiten veranlaſst wird. Demnach wäre bei der Dimensionsbestimmung die ruhende Last vor Allem, die Wirkung des Hagelschlages aber erst in zweiter Linie in Betracht zu ziehen. Vor der letzteren dürften Glasstärken von 5 bis 6mm bei den üblichen Sprossenweiten genügend sicher |306| stellen, da schon bei Dächern mit über 3mm starken Gläsern keine beträchtlichen Hagelschäden sich mehr nachweisen lassen. Die angegebenen Erfahrungsresultate weisen andererseits darauf hin, nicht zu starke Gläser zu verwenden, da solche wahrscheinlich der unvollkommenen Kühlung wegen groſsen Bruch ergeben. Es wird empfohlen, nicht über 10 bis 12mm Stärke hinauszugehen.

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