Titel: Volumetrische Bestimmung von Chrom und Mangan neben Eisenoxyd und Thonerde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 15 (S. 391)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi05_15

Volumetrische Bestimmung von Chrom und Mangan neben Eisenoxyd und Thonerde.

Läſst man nach E. Donath (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 982) in eine mit Natriumcarbonat und etwas Natronlauge stark alkalisch gemachte und fast zum Kochen erhitzte Permanganatlösung eine neutrale Chromoxydlösung einflieſsen, so wird das entsprechende Chromoxyd sofort in Chromsäure übergeführt, während sich Mangansuperoxyd ausscheidet: Mn2O7 + Cr2 = 2CrO3 + 2MnO2. Die Zersetzung ist beendet, wenn die über dem sich rasch und gut absetzenden, braunen Niederschlage stehende Flüssigkeit die rein gelbe Farbe alkalischer Chromatlösungen zeigt. Hat man durch einen Vorversuch das ungefähre Wirkungsverhältniſs der alkalischen Chamäleonlösung gegen die zu prüfende Chromlösung ermittelt, so kann man bei den weiteren Titrirungen das Ende derselben mit ganz befriedigender Schärfe erkennen, so daſs auf diese Weise die volumetrische Bestimmung des Chroms ohne vorherige Abscheidung von Eisenoxyd und Thonerde möglich ist.

Läſst man in eine heiſse, mit Natriumcarbonat stark alkalisch gemachte Permanganatlösung die neutrale Lösung eines Mangansalzes einflieſsen, so bildet sich sofort ein Niederschlag, welcher sowohl das Mangan des Permanganates, als das des Mangansalzes enthält und sich wahrscheinlich nach der Gleichung bildet: 3MnO + Mn2O7 = 5MnO2. Hierbei ist der Proceſs als beendet anzusehen, wenn die über dem sich ebenfalls gut absetzenden Niederschlage von Mangansuperoxyd stehende Flüssigkeit vollständig entfärbt ist.

Selbst beträchtliche Mengen von Eisenoxyd und Thonerde verhindern die Erkennung des Endes der Titrirung nicht, weil sie, wie auch bei der Bestimmung des Chroms, gefällt werden.

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