Titel: Neuerungen in der Herstellung von Dichtungsmitteln für Dampfleitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 2 (S. 388)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi05_2

Neuerungen in der Herstellung von Dichtungsmitteln für Dampfleitungen.

Bei Anwendung des Asbestes zu Dichtungszwecken auf nicht vollkommen ebenen und glatten Flanschenflächen zeigt sich, indem die mineralischen Asbestfasern sich nicht so innig verfilzen wie vegetabilische Fasern in gewöhnlicher Pappe, besonders beim ersten Eindringen des Dampfes in die Leitung ein Durchblasen desselben, in Folge dessen Asbesttheile fortgerissen werden. Um diesem Uebelstand vorzubeugen, setzt C. Kesseler in Berlin (D. R. P. Kl. 47 Nr. 15209 vom 28. November 1880) dem Asbest Wasserglas zu, ebenso wie man gewöhnlichem Papier Leim zum Befestigen der Fasern zugibt. Der so hergestellten Asbestmasse werden noch fein gepulverte, feuerbeständige Mineralien – wie Graphit, Thonerde, Chamotte, Kokes, Steinkohlenasche u. dgl. – beigemischt. Als zweckentsprechendste Mischung wird Wasserglas mit Graphit und Infusorienerde empfohlen. In Verbindung mit Gummi soll die so gewonnene Masse ein Dichtungsmaterial bilden, welches genügende Elasticität besitzt, um selbst bei ganz unebenen Flächen in Anwendung gebracht werden zu können.

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