Titel: Sicherheitspapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 9 (S. 389)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi05_9

Sicherheitspapier.

Um die Aenderung an Schriftstücken zu verhüten, versetzt N. J. Heckmann in Loughton, England (Oesterreichisches Patent Kl. 55 vom 12. Juli 1880) das zum Leimen verwendete Leimwasser mit 5 Proc. Cyankalium und Schwefelammonium und läſst das geleimte Papier durch eine dünne Lösung von schwefelsaurem Mangan oder Kupfer gehen. Wird auf solchem Papier, welches mit gewöhnlicher, aus Galläpfeln und Eisenvitriol bestehender Tinte beschrieben ist, eine Schriftvertilgung mittels Säuren versucht, so verwandelt sich die Tinte sofort in augenfälliger Weise von Schwarz in Blau oder Roth, je nach dem angewendeten Salze; werden zum Zwecke der Schriftvertilgung Alkalien verwendet, so wird das Papier braun. Will man durch Radiren eine Fälschung vornehmen, so wird die Farbschicht von der Oberfläche des Papieres abgenommen und es erscheint der weiſse Kern des Papieres, da sich die Farbe nur an der Papieroberfläche befindet.

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