Titel: Reunert's Härtung von Gewehrläufen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 6 (S. 452)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi06_6

Reunert's Härtung von Gewehrläufen.

Um den etwas schwerfälligen Apparat beim Härten gewöhnlicher Gewehrläufe (vgl. 1881 241 404) zu vermeiden, schlägt W. Reunert in Annen, Westfalen (* D. R. P. Zusatz Kl. 49 Nr. 16115 vom 23. Februar 1881) folgendes Verfahren vor. Der Gewehrlauf wird in ein gewöhnliches Gasrohr gesteckt, welches ihm nur geringen Spielraum läſst, an einem Ende aber so weit verengt ist, um ein Herausfallen des Laufes zu verhindern. Eine Anzahl solcher in Röhren gesteckter Läufe wird in einem Flammofen zur Rothglut erhitzt. Alsdann wird etwas Härtepulver hineingegeben und darauf jeder Lauf mit dem darum sitzenden Rohre aus dem Ofen genommen und in senkrechter Stellung unter einen Wasserschlauch gebracht, um das Härtewasser unter einem Drucke von 0,5 bis 0at,75 hindurch zu lassen. Dies geschieht unter fortwährender Umdrehung des Rohres bis zur Erkaltung des Gewehrlaufes, wobei die senkrechte Stellung stets beibehalten wird. Die senkrechte Stellung, die Drehung, die Fassung des Gewehrlaufes durch das Rohr, sowie die groſse Geschwindigkeit des Wasserstrahles, hervorgerufen durch den Druck, unter welchem er austritt, verhindern das Krummziehen des Laufes.

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