Titel: Verfahren zum Härten von Feilen u. anderen Stahlwerkzeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 242/Miszelle 8 (S. 452–453)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj242/mi242mi06_8

Verfahren zum Härten von Feilen u. anderen Stahlwerkzeugen.

Höfer und Schmidt in Hagen i. W. (D. R. P. Kl. 48 Nr. 15783 vom 4. Januar 1881) bestreichen die Feilen und andere Werkzeuge mit einem durch Kochen von Leim, Salz und Hefe hergestellten und durch Zusatz von Holzkohle |453| und Graphit verdickten Brei. Nach dem Bestreichen wird erforderlichen Falles noch ein grob gepulvertes Gemisch von Horn, Holzkohle und Salz darauf geworfen, so daſs sich eine feste Rinde bildet, welche die Feile gegen das Versetzen des Hiebes schützt und derselben während des Glühens Kohlenstoff zuführt. Zum Anlassen werden die Werkzeuge in ein Bleibad gebracht, welches mit einem Gemisch von Potasche, Soda und Weinstein bedeckt wird, um die Oxydation des geschmolzenen Bleies an der Oberfläche zu verhindern. In diesem Metallbade bleiben die Feilen etwa 5 bis 8 Minuten je nach der Dicke und werden dann schnell in Kühlwasser abgelöscht.

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