Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Maschine zur Herstellung von Dichtungsschnüren.Mit Abbildungen auf Tafel 25.Die sogen, englische Stopfbüchsenpackung, welche neuerdings wegen ihrer mannichfachen Vortheile eine allgemeinere Verwendung bei |302| Die untere Hohlachse a dreht sich in den zwei Lagern b und trägt an ihrem oberen Ende die Spulenscheibe c, welche an ihrer Bewegung theilnimmt. Auf c sind zwei oder mehr concentrische Reihen Stifte d für die Spulen e befestigt. Am Kopf der Hohlachse a, unmittelbar über der Spulenscheibe c, ist ein röhrenförmiger Aufsatz f angebracht, dessen obere Oeffnung durch eine bei h drehbare Platte derart abgeschlossen wird, daſs diese Platte bei Seite gedreht werden kann. Für gewöhnlich wird sie aber durch eine federnde Falle i in ihrer Lage gehalten. Die Platte h ist mit einer Anzahl nach unten conisch zulaufender kleiner Löcher versehen, durch welche die von den Spulen e kommenden Fäden hindurch geführt werden. Der Aufsatz f läſst sich auf der Nabe der Spulenscheibe c vertical verstellen, um die Platte k in die erforderliche Entfernung von dem oberen Ende der Hohlachse a bringen zu können. Das flüssige oder pulverförmige Schmiermaterial wird über der durchlochten Platte h zugeführt und geht mit den Fäden durch die Hohlachse a abwärts, wobei durch die Drehung der letzteren die Fäden gezwirnt werden. Nachdem die Schnur die Hohlachse a verlassen hat, wird sie über die Führungsscheibe n nach der Abzugsrolle m und von hier aus über Führungsrolle p nach dem rotirenden Haspel q geleitet, wo dieselbe aufgewunden wird. Die um die Abzugsrolle m herumgeführte Schnur wird durch die kleine Scheibe r in den Rinnen der ersteren gehalten, und zwar kann die Scheibe r mittels des Handhebels s mehr oder weniger an die Scheibe m angedrückt werden. Die Bewegungseinrichtung ist aus Fig. 14 zu ersehen. Auf der Hauptwelle t ist die Fest- und Losscheibe t1, t2 befestigt. Von hier aus erhält die zur Hohlachse a parallele Welle u mittels der Winkelräder ihre Drehung und überträgt dieselbe auf a mittels des offenen oder gekreuzten Riemens u1 je nach der Zwirnung, welche die Dichtungsschnur erhalten soll. Die Abzugsrolle m erhält eine langsame Bewegung durch die auf der Welle v sitzende Schnecke w. Diese Uebertragung kann durch Wechsel der Zahnräder bei l zwischen Welle t |303| Will man nun die einfache Schnur mit einer zweiten und dritten Lage von Fäden umspinnen, so bringt man in der Verlängerung über der erwähnten Hohlachse a eine zweite y bezieh. auch eine dritte Hohlspindel an, welche gleichfalls mit Spulenscheibe und den übrigen Theilen ausgerüstet sind. Aus Fig. 13 ist die Anordnung der Zuführung von flüssigem Schmiermaterial ersichtlich; der Oelbehälter Z ist an einem Arm z des Gestelles befestigt. Die obere Hohlachse y wird ebenfalls durch einen Riemen getrieben, und zwar kann man beide Spulenscheiben entweder nach gleichen, oder nach entgegengesetzten Richtungen drehen und dadurch eine verschiedene Zwirnung der Dichtungsschnur erzielen. E. H. |
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