Titel: Ueber die Gefrierpunkte von Schwefelsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 243/Miszelle 14 (S. 346)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj243/mi243mi04_14

Ueber die Gefrierpunkte von Schwefelsäure.

Nach Versuchen von G. Lunge (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 2649) erforderte beim Einsetzen von Schwefelsäure verschiedener Concentration in eine Eismischung die erste Abscheidung von Krystallen meist längere Abkühlung; war sie aber einmal eingetreten, so erfolgte sie viel leichter und stets bei derselben Temperatur, auch wenn die Krystalle vorher durch Erwärmen auf 30° vollständig geschmolzen worden waren. Als Gefrierpunkt wurde die Temperatur angesehen, bei der in mehrfach wiederholten Versuchen die ersten Krystalle auftraten. Während, mit Ausnahme des ersten Males, diese Temperatur in fast allen Fällen constant war, lieſs sich der Schmelzpunkt der Krystalle mehrfach nicht genau feststellen, da das Thermometer in regelmäſsigem Steigen blieb; wo derselbe also höher als der Gefrierpunkt ist, kann man den beobachteten Zahlen nicht dieselbe Genauigkeit beimessen. Die specifischen Gewichte wurden mit einer Mohr-Westphalschen Wage bestimmt, für 15° corrigirt und daraus die Baumégrade nach der Formel berechnet. Die erhaltenen Resultate waren folgende:

Sp. G. bei 15° Grad B. Gefrierpunkt Schmelzpunkt
1,671 58 flüssig bei – 20°
1,691 59
1,712 60,05
1,727 60,75 – 7,5° – 7,5°
1,732 61,0 – 8,5 – 8,5
1,749 61,8 – 0,2 + 4,5
1,767 62,65 + 1,6 + 6,5
1,790 63,75 + 4,5 + 8,0
1,807 64,45 – 9,0 † – 6,0
1,822 65,15 flüssig bei – 20°
1,842 66

† In diesem Falle schwankten die verschiedenen Beobachtungen des Gefrierpunktes stark, zwischen – 12° und – 6°.

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