Titel: Hermann und Mannes' Absperrventil.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244 (S. 269–270)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/ar244101

Hermann und Mannes' Absperrventil.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Dem groſsen Uebelstand der Schieber, sich bei einseitigem Wasserdruck festzusetzen, tritt bereits die S. 18 d. Bd. beschriebene Construction von Röstel und Mühle durch Anbringung von Enlastungsvorrichtungen entgegen. Die vorliegende Ausführung von Hermann und Mannes in Berlin (* D. R. P. Kl. 85 Nr. 16692 vom 11. Juni 1881) bezweckt den Ersatz der Schieber durch Absperrventile, welche sich in der Achse des Rohres möglichst reibungsfrei bewegen und einen stoſsfreien Durchgang der Flüssigkeit gestatten.

Für Rohrleitungen mit einem Flüssigkeitsstrom von constanter Richtung wird die in Fig. 9 Taf. 20 dargestellte Anordnung in Vorschlag gebracht. Hier wirkt als absperrendes Ventil ein guſseiserner Kegel a, dessen Mantel an seiner Basis von der Dichtungsfläche o begrenzt wird. Der Rohrkörper B hat an dem dem Theil A zugekehrten Ende die Gestalt eines durch eine gewölbte Platte abgeschlossenen und der ringförmigen Durchgangsöffnung des Rohres A entsprechenden Ringkanales und ist dann so in die eines cylindrischen Rohres übergeführt, daſs die Innenwandungen des Rohrkörpers die Kammer C umschlieſsen; in letzterer ist die Bewegungsspindel des Ventiles und deren Getriebe gelagert. Das Ventil schlieſst in der Richtung des Flüssigkeitsstromes.

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Eine entsprechende Anordnung für den Fall einer wechselnden Stromrichtung zeigt Fig. 8 Taf. 20. Hier dient als Absperrventil ein Doppelkegel a1, dessen Führungs- und Bewegungsvorrichtungen dem Durchstrom weniger hinderlich sind und diesen weniger ablenken als bei der ersten Construction. Der Doppelkegel hat an der gemeinschaftlichen Basis beiderseits Dichtungsflächen, welche den im Rohrkörper angeordneten entsprechen und von denen je nach der Stromrichtung die eine oder die andere zur Wirkung kommt. Das Ventil ist auf einer Seite, wie bei der ersten Anordnung, mit einer quadratischen Führung und auf der anderen mit einem angegossenen Rohrstutzen versehen, welcher sich mit einigem Spielraum in der Röhre r führt. Letztere ist im Rohrkörper durch Knaggen sicher gelagert und nimmt die Bewegungsspindel mit den Kegelrädchen auf.

Mg.

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