Titel: A. Kux's Rübenschnitzelpresse.
Autor: Kux, A.
Fundstelle: 1882, Band 244 (S. 279–280)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/ar244111

Rübenschnitzelpresse von A. Kux in Berlin.

Mit Abbildungen auf Tafel 23.

Die Rübenschnitzelpresse von A. Kux in Berlin (* D. R. P. Kl. 89 Nr. 15530 vom 9. Januar 1881) besteht im Wesentlichen aus einem sich einseitig verjüngenden, vorn und hinten offenen Kasten, durch welchen die Schnitzel mittels eines Stöſsels getrieben werden. Eigenthümlich ist die Vorkehrung, welche dazu getroffen ist, das stellenweise Anstauen der Preſsmasse im Kasten zu hindern, sowie die Construction der Filterwandungen des Kastens.

In dem hinteren Theile des Preſskastens a (Fig. 15 bis 17 Taf. 23) bewegt sich der Stöſsel b, welcher oben mit einem Messer besetzt ist und bei jedem Hin- und Hergang eine bestimmte, aus der Füllgosse c in den Preſskasten gelangende Schnitzelmenge vor sich herschiebt und schlieſslich durch die vordere Kastenmündung e hinausstöſst. Das abgepreſste Wasser entweicht durch die filterartigen Seitenwände und den Boden des Preſskastens, sammelt sich im Trog k und läuft dann durch das Rohr l ab. Das Preſskastengestell bilden zwei guſseiserne Wände mit Füſsen, welche durch Distanzbolzen von einander abgesteift sind. Die Filterplatten der Seitenwände und des Bodens werden nun durch an einander gereihte, unbearbeitete Flacheisenstäbe g und h (vgl. Fig. 18) gebildet. Die durch die Unebenheiten des Walzeisens beim Aneinanderlegen solcher Stäbe entstehenden Fugen sollen in vortheilhaftester Weise die Spalten oder Löcher von Sieben ersetzen, weil sie sich nicht verstopfen. Die den Boden bildenden Flachstäbe g liegen auf den Distanzbolzen des Kastens auf; zwischen den seitlichen Flachstäben und den Kastenwänden bleibt ein Spielraum i als Ausweg |280| für das abgepreſste Wasser. Der Kastendeckel ist durch eine volle, um ein Gelenk f drehbare Platte d gebildet. Er ist gegen die Kastenmündung e hin geneigt, weshalb die Schnitzel um so mehr zusammengepreſst werden, je mehr sie sich der Mündung e nähern. Um nun die ganze unter Druck stehende Schnitzelmasse in Bewegung zu erhalten und ein einseitiges oder theilweises Stopfen der Masse zu verhindern, wird der Deckel während einer bestimmten Anzahl von Stöſselhüben immer mehr und mehr niedergedrückt, um dann plötzlich entlastet zu werden, damit dann der vorgeschobene Stöſsel der ganzen Masse eine Bewegung ohne Pressung ertheilen kann. Dieser Vorgang wird durch zwei auf Druckrollen s des Deckels wirkende Daumenscheiben r erreicht, deren gemeinschaftliche Achse durch das Rädervorgelege q von der den Stöſsel bethätigenden Kurbelwelle t angetrieben wird. Die Kurbelwelle empfängt ihre Bewegung durch die Räder o und die Riemenscheibe m; durch dieselbe werden mittels der Zugstangen n die Stützen v in schwingende Bewegung versetzt, welche ihrerseits durch Stangen w auf den Stöſsel b wirken.

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