Titel: Herstellung von Chlorcalcium und Chlormagnesium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 18 (S. 86–87)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_18
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Herstellung von Chlorcalcium und Chlormagnesium.

Nach G. Eschelmann in Mannheim (D. R. P. Kl. 12 Nr. 17 058 vom 17. Juli 1881) bilden sich beim Erhitzen von Chlorcalcium mit schwefelsaurem Magnesium in Gegenwart von Wasser basisches Calciummagnesiumsulfat und Salzsäure: CaCl2 + MgSO4 + H2O = MgO,CaSO4 + 2HCl. Zur Ausführung dieser Zersetzung soll man Chlorcalcium mit Kieserit und der erforderlichen Wassermenge zu einem Brei anmachen, welcher in einem Ofen zu mäſsigem Glühen erhitzt wird; die entweichende Salzsäure wird in bekannter Weise verdichtet. In gleicher Art kann man Chlormagnesium und schwefelsaures Magnesium, oder Chlormagnesium mit schwefelsaurem Calcium behandeln, nicht aber Chlorcalcium und schwefelsaures Calcium. Der basische Rückstand – sei es (MgO, CaSO4), sei es (MgO, MgSO4) – dient zweckmäſsig wegen seines Gehaltes an Magnesia zum Freimachen des Ammoniaks aus den Salmiaklaugen der Ammoniaksodafabrikation. Es bildet sich wieder Chlormagnesium und Magnesium- bezieh. Calciumsulfat, welches Gemisch nur eingedampft und erhitzt zu werden braucht, um wieder Salzsäure zu liefern. Der aus basischem Magnesiumsulfat bestehende Rückstand kann auch zur Darstellung von Magnesia dienen, da derselbe beim Kochen mit Wasser sich in Magnesiumsulfat und Magnesia zersetzt.

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