Titel: Zur Herstellung von Palladium.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 19 (S. 87)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_19

Zur Herstellung von Palladium.

Um aus einer Lösung der Platinmetalle reines Palladium zu erhalten, muſs man nach Th. Wilm (Journal der russischen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 517 und 560) das nach der Fällung des Platins als Platinsalmiak erhaltene Filtrat mit einem Ueberschuſs von Ammoniak kochen und die abfiltrirte, Kupfer haltige Lösung mit Salzsäure versetzen. Der sich ausscheidende Niederschlag besteht je nach der vorhandenen Menge der übrigen Platinmetalle aus fast reinem Palladoammoniumsalze, PdCl2.2NH3, oder er ist schmutzig gelb gefärbt und enthält dann auch das Rhodiumsalz RhCl3.5NH3, welches in kalter Ammoniakflüssigkeit unlöslich ist. Aus der ammoniakalischen Lösung erhält man daher bei wiederholter Fällung mit Salzsäure völlig reines PdCl2.2NH3 als hellgelbes, krystallinisches Pulver. Wird das vom ersten Niederschlage des Palladiumsalzes erhaltene Filtrat, welches die übrigen Metalle wahrscheinlich als complicirte Ammoniumverbindungen enthält, eingeengt, so scheidet sich beim Erkalten ein rothgelbes Pulver aus, aus welchem durch Umkrystallisiren aus Ammoniaklösung und durch Fällung mit Salzsäure die vollkommen reine Rhodiumverbindung RhCl3.5NH3 in kleinen, blitzenden, hellgelben Prismen erhalten werden kann.

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