Titel: Beckert's Nietmaschine für Zungennadeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 2 (S. 81)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_2

Beckert's Nietmaschine für Zungennadeln.

Während sich beim jetzigen Verfahren der Vernietung der Zungen in den Zungennadeln für Wirkmaschinen die Niete in ihrem mittleren Theil durch die Wirkung der Hämmer leicht verbiegt und in Folge dessen die Zunge festgeklemmt wird, sollen diese Uebelstände bei der Nietmaschine von E. Beckert in Erfenschlag, Sachsen (* D. R. P. Kl. 49 Nr. 16 231 vom 4. Mai 1881) dadurch vermieden werden, daſs die Niete gleichzeitig von beiden Seiten mittels schnell rotirender Hämmerchen vernietet werden. Die Wirkung dieser Hämmerchen soll mehr auf ein Stauchen der Niete hinzielen als auf das An hämmern eines Grathes.

An den gegenüber stehenden Enden zweier horizontaler Wellen sind zu diesem Zwecke je ein Stahlstift ähnlich wie die Körnerspitzen einer Drehbank eingesetzt. Zwischen beiden Stahlstiften wird die zu vernietende Zungennadel mittels eines eigenartigen Spannklobens genau centrisch eingeführt. Während des Vernietens werden nun die schnell von Schnurscheiben umgetriebenen Wellen von einem Doppelhebel aus gegen einander geführt. Die Lager der Wellen sind zu diesem Zweck in Nuthen des Arbeitstisches gleitbar und diese Schlitten durch Gelenkhebel mit einander bezieh; mit dem zur Steuerung dienenden Doppelhebel derart verbunden, daſs eine Bewegung des letzteren eine Verschiebung beider Schlitten gegen einander hervorruft; die Anordnung der Treibschnur bewirkt dann stets selbstthätig wieder das Auseinandergehen der Schlitten. Ein eigentliches Verhämmern der Niete findet demnach hier nicht statt; vielmehr wird die Niete durch die gegen einander drückenden, dabei schnell rotirenden Stahlstifte an ihren Enden verrieben. Auf diese Weise wird vermieden, daſs die Niete nur durch den angehämmerten Grath, welcher beim Schleifen der Nadeln oft weggenommen wird, in den Löchern gehalten werden; die Zungen sitzen also viel sicherer.

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