Titel: Zur Nachweisung von Silber im Bleiglanz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1882, Band 244/Miszelle 20 (S. 87)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj244/mi244mi01_20

Zur Nachweisung von Silber im Bleiglanz.

In einer Mischung von Blei – und Silbersalzen entsteht durch Natronlauge ein schön gelber Niederschlag, wahrscheinlich bleisaures Silber, welcher in Wasser und Natronlauge unlöslich ist, aber sehr leicht löslich in Ammoniak.

Diese sehr empfindliche Reaction wird von J. Krutwig (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1882 S. 307) in folgender Weise zur Untersuchung von Bleiglanz verwerthet. Es werden 20 bis 25g Bleierz mit einem Gemisch von Weinstein, Soda und Borax in einem eisernen Tiegel aufgeschlossen. Man bekommt auf diesem Wege ein ziemlich reines Blei, welches, nebst Eisen und Schwefel, alles Silber des Bleierzes enthält. Man behandelt das Blei mit chlorfreier, concentrirter Salpetersäure, verdünnt nach beendigter Reaction mit Wasser und filtrirt von dem etwa entstandenen schwefelsauren Blei ab. Die Lösung wird alsdann mit einem Ueberschuſs von Natronlauge versetzt und einige Zeit stehen gelassen. Es setzt sich ein braungelber Niederschlag zu Boden. Man gieſst die überstehende Flüssigkeit ab, filtrirt den Niederschlag und wäscht denselben mit heiſsem Wasser aus bis zum Verschwinden der alkalischen Reaction. Den aus Bleihydrat, Eisenoxydhydrat und sogen, bleisaurem Silber bestehenden Niederschlag behandelt man auf dem Filter mit Ammoniak, verdampft die Lösung auf dem Wasserbade, löst den Rückstand in Salpetersäure. Natronlauge gibt dann den gelben Niederschlag; oder man fallt das Blei mit Schwefelsäure und im Filtrat das Silber mit Salzsäure.

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